Stolpersteine

Das Konzept der Stolpersteine trägt mittlerweile in zahlreichen deutschen Städten und Gemeinden zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus bei. Stolpersteine sind Gedenktafeln aus Messing, die vor dem jeweils letzten frei gewählten Wohnort in das Straßenpflaster eingelassen werden und an den Namen eines vom Nationalsozialismus verfolgten Menschen erinnert.

Die Steine werden in ganz Deutschland einzig vom Künstler Gunter Demnig verlegt. Mittlerweile gibt es Sie auch in einigen europäischen Nachbarländern.
http://www.stolpersteine.com/

Auch in Tempelhof-Schöneberg wurden von 1933 bis 1945 Menschen verfolgt und in den Konzentrationslagern systematisch ermordet. Die unbegreiflich hohe Zahl von Ermordeten und Verfolgten während der Nazizeit ist bekannt, doch selten ist präsent, dass die Opfer von damals vor ihrer Verschleppung ganz unmittelbar in unserer Umgebung lebten. Sie waren Nachbarn.

Die Stolpersteine sollen uns an diese Menschen erinnern, sie sollen aber auch Mahnung und Symbol sein. Auf eindringliche Weise belegen sie, dass nationalsozialistisches Unrecht vor Ort, in der Nachbarschaft, in den Kiezen geschah und dass es viele der heute Geehrten sind, die gegen Verfolgung und Terror Widerstand geleistet haben. Ihrer zu gedenken heißt, auch heute gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus anzutreten und für ein demokratisches und friedliches Miteinander vor der eigenen Haustüre einzustehen.

Das Projekt

Wir haben im März 2009 insgesamt 12 Stolpersteine in Tempelhof und Mariendorf verlegen lassen.

Bereits bei Projektbeginn haben wir alle Hausgemeinschaften über die Planung informiert und einige Unterstützung von engagierten Anwohnerinnen und Anwohnern erhalten. Ihnen sei für ihr Engagement herzlich gedankt.

Wenn Sie Vorschläge für weitere Standorte von Stolpersteinen haben oder eine „Patenschaft“ für einen Stein übernehmen wollen, wenden Sie sich bitte an Erich Mendroch:
stolpersteineb96@posteo.de